Die Versorgungslücke ist die Differenz zwischen dem letzten Erwerbseinkommen und der Rente. Sie gibt Auskunft darüber, welche zusätzliche betriebliche und private Altersvorsorge man aufbauen muss, wenn man im Alter nicht auf den gewohnten Lebensstandard verzichten will. Bei gut verdienenden Akademikern ist die Versorgungslücke besonders groß, da sie wegen der längeren Ausbildungszeiten vergleichsweise spät in den Beruf starten und anfangen in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen. Sobald das Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze liegt, wachsen die Rentenansprüche außerdem nicht mehr entsprechend mit.
Derzeit kommen im Schnitt rund 85 Prozent der Alterseinkünfte der Rentner aus der gesetzlichen Rentenversicherung, fünf Prozent aus Betriebsrenten und zehn Prozent aus privater Vorsorge. Um aber den gewohnten Lebensstandard zu halten, sieht nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung die Schätzung über die Gewichtsverteilung der künftigen Alterseinkünfte in etwa so aus:
- 70 Prozent gesetzliche Rente,
- 15 Prozent Betriebsrente,
- fünf Prozent Riester-Rente,
- zehn Prozent aus privater Vorsorge.




