Der so genannte Eck-Rentner wird für die Berechnung des Rentenniveaus herangezogen. Dabei wird unterstellt, er hätte 45 Jahre lang immer ein Einkommen in Höhe des jeweiligen jährlichen statistischen Durchschnittsverdienstes gehabt. Damit hat er 45 Entgeltpunkte (EP) erworben. Im ersten Halbjahr 2012 ergibt sich daraus eine monatliche Altersrente von 45 x 27,47 Euro (= aktueller Rentenwert 1. Halbjahr 2012) = 1.236,15 Euro.
Den Eck-Rentner gibt es in der Realität aber immer seltener. Männer, die im Jahr 2010 erstmals Rente in den alten Bundesländern bezogen, hatten im Durchschnitt rund 40 Versicherungsjahre (in den neuen Bundesländern 43,3 Jahre), Frauen rund 30 Jahre (in den neuen Bundesländern 42 Jahre) zurückgelegt.
Quelle: Deutsche Rentenversicherung Bund (Hrsg.): Rentenversicherung in Zeitreihen Oktober 2011, S. 112/113
Die meisten jüngeren Arbeitnehmer werden – zum Beispiel durch längere Ausbildungen, Zeiten von Aushilfs- oder Teilzeitarbeiten, zwischenzeitliche Selbstständigkeit oder Arbeitslosigkeit – eine weitaus geringere Lebensarbeitszeit erreichen und dementsprechend auch weniger Rente bekommen. Das weiter sinkende Sicherungsniveau erfordert verstärkte betriebliche und private Altersvorsorge, wenn man sich im Alter mit seinem Lebensstandard nicht verschlechtern will.
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