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Lernen mit Medien
Beispiele & Tipps
Im internetgestützten Unterricht arbeiten die Schülerinnen und Schüler einzeln oder in Gruppen am Computer. Vorteil der Arbeit in Gruppen ist der Austausch zwischen den Beteiligten und das gemeinsame Lösen von Problemen. Gleichzeitig ist jedoch darauf zu achten, dass alle Schülerinnen und Schüler gleichberechtigt den Rechner bedienen und nicht nur wenige die Funktionen am Computer ausführen, während die anderen nur zuschauen. Hier hilft es, zwischen Gruppen- und Einzelarbeit zu wechseln.
Im internetgestützten Unterricht arbeiten die Schülerinnen und Schüler einzeln oder in Gruppen am Computer. Vorteil der Arbeit in Gruppen ist der Austausch zwischen den Beteiligten und das gemeinsame Lösen von Problemen. Gleichzeitig ist jedoch darauf zu achten, dass alle Schülerinnen und Schüler gleichberechtigt den Rechner bedienen und nicht nur wenige die Funktionen am Computer ausführen, während die anderen nur zuschauen. Hier hilft es, zwischen Gruppen- und Einzelarbeit zu wechseln.
Wie internetgestützter Unterricht aufgebaut werden kann, zeigen die beiden folgenden Beispiele.
Beispiel I: Rechercheprojekte
Ziel solcher Projekte ist, dass die Schülerinnen und Schüler eigenständig Informationen im Internet suchen, strukturieren und archivieren. Dabei können sie lernen, relevante Informationen zu erkennen und zu bewerten. Nahezu jedes Thema bietet zahlreiche Anlässe, um mit der Klasse gemeinsam Hintergrundinformationen zu bestimmten Teilgebieten zu sammeln. Beispiele für die Internetrecherche zum Thema Berufsorientierung sind Hintergrundinformationen zu verschiedenen Berufsbildern, zu freien Ausbildungsplätzen sowie zu Bewerbungstipps.
Informationen suchen
Der Vorteil gegenüber der Recherche mit Printmedien liegt unter anderem in der Aktualität der Informationen (zum Beispiel Ausbildungsbörsen), der Möglichkeit, Experten per E-Mail zu befragen, und in der multimedialen Aufbereitung der Inhalte (zum Beispiel Videodarstellung eines Ausbildungsberufs).
Zu Beginn der ersten Internetrecherche können den Schülerinnen und Schülern ausgewählte Links zu Suchmaschinen oder Startseiten bereitgestellt werden, um einen ersten Erfolg sicherzustellen. Die gefundenen Quellen sollten notiert, strukturiert und bewertet werden. Wichtig ist, dass die Schülerinnen und Schüler lernen, wichtige von unwichtigen Quellen zu unterscheiden und ihren Informationsgehalt zu bewerten. Dabei helfen Fragen wie: Wer hat die Materialien erstellt? Wann wurden die Materialien zuletzt aktualisiert? Wie wurden sie gefunden?
Ergebnisse sichern
Hilfreich ist es, die Gruppen Protokolle ihres Recherchevorgangs erstellen zu lassen oder Mind-Maps über die Website einer Institution erstellen zu lassen, um so ihre Suchstrategien und ihre Wahrnehmung eines Internetauftritts transparent zu machen.
Um die gefundenen Quellen nicht zu verlieren, können sie ausgedruckt, abgespeichert oder als Lesezeichen oder Favorit abgelegt werden. Falls die Arbeitsgruppen nicht immer auf dieselben Rechner zugreifen können, sollten sie die Dateien auf einem USB-Stick oder einer CD-ROM abspeichern und sich die gefundenen Adressen zusätzlich zum Beispiel im Textverarbeitungsprogramm notieren.
Interessant ist es auch, mehrere Gruppen zu demselben Thema recherchieren zu lassen und anschließend im Plenum die Ergebnisse zu vergleichen, um verschiedene Herangehensweisen deutlich zu machen. Zudem sollten Relevanzkriterien für die Auswahl und Bewertung der Informationen aus den Webseiten offen gelegt und diskutiert werden.
Ablauf eines Rechercheprojekts
- Ideenentwicklung, Themensuche
- Gruppenbildung nach Unterthemen und Planung des Ablaufs
- erste Recherche durchführen: Informationen suchen, Suchstrategie dokumentieren sowie Archivieren und Sortieren der gefundenen Quellen
- erste Ergebnispräsentation: Reflexion über mögliche Verbesserung der Suchstrategien und über die angewandten Relevanzkriterien bei der Auswahl
- zweite Recherche durchführen und Suchstrategie verbessern
- Aufbereitung der Ergebnisse als Linksammlung, Präsentation, Wandzeitung oder Mind-Map
- Präsentation und Diskussion der Ergebnisse der einzelnen Arbeitgruppen im Plenum
- inhaltliche Reflexion über gefundene Informationen und die angewandten Relevanzkriterien
Beispiel II: Internetrallye
Die Internetrallye ist eine Art „Schnitzeljagd“ im Internet. Die Schülerinnen und Schüler sollen dabei in Teams Informationen sammeln und Antworten auf vorgegebene Fragen im Internet finden. Neben der Nutzung einer vorgegebenen Rallye kann auch die Lehrerin oder der Lehrer eine Rallye erstellen. Der Vorteil liegt in der eigenen thematischen Gestaltung.
Wichtig ist dabei, dass die Informationen auffindbar sind, um die Frustration der Lernenden bei der Fülle an Informationen im Internet niedrig zu halten. Dabei können die Gruppen auch verschiedene Internetadressen erhalten, unter denen sie gegebenenfalls unterschiedliche Angaben zu einem Sachverhalt finden. Dieser Effekt hilft, die im Internet gefundenen Informationen kritisch zu beurteilen und den eigenen Sachverstand bei deren Bewertung anzuwenden.
Ablauf der Internetrallye
- Vorbereitung durch die Lehrerin oder den Lehrer: Erstellung eines Fragenkatalogs, Recherche von Quellen (auch verschiedene Quellen zu einer Frage), Speicherung der Internetseiten als Backup (wegen möglicher Aktualisierung der Seiten)
- Erstellung eines Fragebogens mit Angabe der Startadressen
- Start der Recherche in Teams anhand des Fragebogens
- Stichwortsammlung der Teams mit Antworten und den entsprechenden Internetquellen
- Präsentation der Antworten und Vergleich der unterschiedlichen Quellen sowie Analyse und Prüfung des jeweiligen Informationsgehalts, Reflexion des Wahrheitsgehalts
In der Rubrik Material/Links finden Sie eine Auswahl von Webseiten mit kurzer Beschreibung zu den Themen:
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