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Lernen mit Medien
Mediennutzung

Mediennutzung
Medien sind Bestandteil unserer Lebenswelt. Kinder und Jugendliche wachsen mit Fernsehen, Computer, Video, Radio, Büchern und Internet auf. Dabei nimmt die Bedeutung der digitalen und interaktiven Medien ständig zu. Nach der aktuellen JIM-Studie* verfügte 2009 nahezu jeder Haushalt über wenigstens ein Mobiltelefon und einen Computer. Fast flächendeckend sind in den bundesdeutschen Haushalten ein Internetzugang und mindestens ein Fernseher zu finden.
Der Medienbesitz spiegelt sich auch in der tatsächlichen Nutzung wider. Dabei überholt das Internet in der täglichen Nutzung mit 65 Prozent um zwei Prozentpunkte den ewigen Spitzenreiter, das Fernsehen (63 Prozent). Zwischen Internet und Fernsehen pendelt sich der MP3-Player mit 64 Prozent ein. Das Radio folgt mit 58 Prozent. Immerhin lesen knapp ein Drittel der befragten 12- bis 19-Jährigen täglich eine Tageszeitung (27 Prozent). Schlusslichter bei der Mediennutzung bilden Hörspiel-CDs und DVDs sowie das Produzieren eigener Filme.
Internetnutzung von Jugendlichen
Das Internet ist eines der wichtigsten Medien für Jugendliche. Dieser Trend ist ungebrochen. Die tägliche Nutzungsdauer des Internets liegt bei den 13- bis 19-Jährigen bei durchschnittlich 134 Minuten, wobei Jungen mit durchschnittlich 146 Minuten eine viertel Stunde länger online sind als Mädchen (121 Minuten). Somit ist das Internet ein ständiger Begleiter in der außerschulischen Freizeit von Schülerinnen und Schülern.

Aktivitäten im Internet
Was genau machen Jugendliche, wenn sie im Internet sind? Kommunikative Tätigkeiten stehen an vorderster Stelle: 71 Prozent nutzen einen Instant Messanger – beispielsweise ICQ –, 70 Prozent tauschen sich in einer Online-Community wie SchülerVZ oder MySpace aus. An dritter Stelle stehen das Lesen und das Schreiben von E-Mails mit 55 Prozent.
Kommunikationstools (Instant Messanger) werden dabei von beiden Geschlechtern etwa gleich häufig genutzt (Mädchen 71, Jungen 70 Prozent). Mit Onlinecommunities wie SchülerVZ oder dem Empfangen und Versenden von E-Mails beschäftigen hingengen deutlich häufiger Mädchen (75 Prozent) als Jungen (70 Prozent).
Häufigkeit der Internetanwendungen
Vergleicht man Mädchen und Jungen bei der Nutzung von Internetanwendungen, stöbern Mädchen (62 Prozent) am liebsten in Profilen von Communities (Jungen 54 Prozent). Jungen hingegen tummeln sich am liebsten auf Videoportalen (70 Prozent). Die Hälfte von ihnen lädt diese auch gerne runter, 46 Prozent Jungen tun dies, Mädchen eher selten mit 30 Prozent.

Nutzung Web 2.0
In den vergangenen Jahren haben vor allem Web-2.0-Angebote an Bedeutung gewonnen. Das heißt, die Nutzer agieren weniger als Konsumenten, sondern gestalten verstärkt aktiv mit.
Typische Web-2.0-Internetangebote sind beispielsweise „Wikipedia“, „Facebook“, „MySpace“, „YouTube“ oder „Twitter“. Die zunehmende Bedeutung dieser Entwicklung ist auch bei den jugendlichen Nutzern ablesbar: 74 Prozent beteiligen sich generell aktiv am „Mitmach-Internet“ und produzieren eigene Inhalte: Am häufigsten sind Jugendliche in Newsgroups und Foren (12 Prozent) aktiv oder sie stellen Videos und Fotos (8 Prozent) und Musik (6 Prozent) ein.

Platz 1 Suchmaschinen
Als Informationsquelle für Recherchen steigt das Internet mit zunehmendem Alter. Suchmaschinen beispielsweise werden von 16- bis 19-Järigen am häufigsten bei der Informationssuche genutzt. Beim Suchen von Informationen – nicht für Schule oder Ausbildung – liegen die 18- bis 19-Jährigen weit vorne mit 55 Prozent, weit dahinter folgen 16- bis 17-Jährige mit 42, die 14- bis 15-Jährigen mit 37 und die 12- bis 13-Jährigen mit 25 Prozent. An Platz drei ordnet sich Enzyklopädie-Portale wie Wikipedia ein. Außer twittern und podcasting – hier liegen die „Kleinen vorne“ – beschäftigen sich die 18- bis 19-Jährigen mit allen Anwendungsmöglichkeiten am häufigsten.

Mädchen und Jungen
Verlgeicht man Mädchen und Jungen bei der Nutzung von Internetanwendungen, stöbern Mädchen (62 Prozent) am liebsten in Profilen von Communities (Jungen 54 Prozent). Jungen hingegen tummeln sich am liebsten auf Videoportalen (70 Prozent). Die Hälfte von ihnen lädt diese auch gerne runter, 46 Prozent Jungen tun dies, Mädchen eher selten mit 30 Prozent.
Computer-/Internet für die und in der Schule

Einsatz Schule
Was der Einsatz für die Schule betrifft, lernt oder arbeitet etwa die Hälfte der 12- bis 19-Jährigen am Computer und im Internet (Durchnitt 47 Prozent). Nach Informationen aus schulischem oder beruflichem Interesse suchen mehr als 30 Prozent. In der Schule selbst arbeiten nur 15 Prozent – an Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien gesamt) mit dem Computer oder Internet. Präsentationen oder Referate erstellen hingegen nur 8 Prozent.
Die Aktivitäten der Jugendlichen im Netz sind vielfältig. Das Internet ist heute mehr denn je Teil der Lebenswelt. Dem muss auch die Schule Rechnung tragen. Medienkompetenz ist nach wie vor eine der zentralen Kompetenzen – unabhängig von Schulform oder Bundesland. Die Schule muss zum verantwortungsvollen und sinnvollen Umgang mit Medien und speziell dem Internet vertraut machen. Ein wichtiger Ansatz dabei ist, Medien direkt als Werkzeuge im Unterricht einzusetzen.
(* Quelle aller Daten: Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest/mpfs: JIM-Studie 2009, Jugend, Information, (Multi)-Media, Stuttgart 11/2009)
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