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Lernen mit Medien


Medienkompetenz


| Bild: | Medienkompetenz ist eine wichtige Schlüsselqualifikation, deren Basis in der Schule gelegt werden muss. Sich auf dem Markt der ständig weiterentwickelnden Medien sicher bewegen zu können, bleibt aber auch Aufgabe lebenslangen Lernens jedes einzelnen.

Medienkompetenz ist für alle Medien wichtig: von den Printmedien über Rundfunk und Fernsehen, CD-, DVD-Geräten, MP3-Playern, herkömmlichen sowie Mobilfunk-Telefonen, bis zum Computer als Offline-Medium und dem Internet als Online-Medium.

Besonders die Off- und Onlinemedien stellen neue Wege und Möglichkeiten für das Lernen zur Verfügung. Über das Internet beispielsweise haben die Lernenden jederzeit und ortsunabhängig Zugriff auf eine Vielfalt an Wissens- und Bildungsangeboten. Diese Angebote können sie allein oder in einem institutionellen Rahmen wie der Schule nutzen. Computer und Internet können zudem zu einem stärker eigenverantwortlichen Lernen genutzt werden, das mehr Selbststeuerung und Selbstmotivation erfordert und damit Grundlagen für ein lebensbegleitendes Lernen legt.

Medienkompetenz bedeutet die Fähigkeit zu besitzen,

  • „Medienangebote sinnvoll auszuwählen und zu nutzen,

  • eigene Medien zu gestalten und zu verbreiten,

  • Mediengestaltungen zu verstehen und zu bewerten,

  • Medieneinflüsse zu erkennen und aufzuarbeiten,

  • Bedingungen der Medienproduktion und -verbreitung zu durchschauen und zu beurteilen“.

(Tulodziecki, Gerhard: „Medienkompetenz als Aufgabe von Unterricht und Schule“, Vortrag im Rahmen der Fachtagung Medienkompetenz des BLK-Modellversuchsprogramms SEMIK im Mai 2001)

Vermittlung von Medienkompetenz

Aufgabe der Schule ist es auch, Schülerinnen und Schülern den Umgang mit Medien beizubringen. Für Online-Medien bedeutet das beispielsweise, den Schülerinnen und Schülern zu zeigen, wie man im Internet surft, mit Suchmaschinen zielgerichtet Informationen findet oder per E-Mail Nachrichten verschickt. Darüber hinaus sollen sie in die Lage versetzt werden, die online gefundenen Informationen kritisch zu beurteilen und in einen Kontext einzuordnen sowie die medialen Möglichkeiten für ihre eigenen Zwecke zu nutzen und eigene Medienprodukte zu erstellen. Schließlich sollten die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, politischen sowie kulturellen Auswirkungen der Online-Medien thematisiert werden.

Die Schülerinnen und Schüler lernen, diese Auswirkungen wahrzunehmen, zu beobachten und zu verstehen und möglichst eine eigene Meinung zu entwickeln. Die Vermittlung von Medienkompetenz ist daher nicht nur die Aufgabe derjenigen Unterrichtsfächer, die sich traditionell mit Computer und Technik beschäftigen.

Mit dem Einsatz des Internets beispielsweise können sich die Schülerinnen und Schüler einer Vielzahl von Quellen bedienen, die umfassende, aktuelle und – zumeist – kostenlose Informationen zur Verfügung stellen. Das Medium Internet kann also auch im Unterricht oder in der Projektarbeit eingesetzt werden, der oder die fachlich selbst wenig mit dem Internet zu tun hat.

Um mediengestützte Angebote sinnvoll nutzen zu können, also Medienkompetenz zu erlangen, sollen Schülerinnen und Schüler folgende Fähigkeiten erlernen:

  • „die Kompetenz, mit neuer Technik und darauf abgestimmten neuen strukturellen Konzepten umzugehen;

  • die Fähigkeit, die Qualität von Inhalt und technischer Realisierung zu beurteilen, um eine entsprechende Auswahl zu treffen;

  • die Fähigkeit, relevante von irrelevanten Inhalten zu unterscheiden und danach auszuwählen;

  • die Fähigkeiten, die eigene Lernsituation und Lernkapazität realistisch einzuschätzen und einen eigenen entsprechenden Arbeitsplan aufzustellen;

  • die Fähigkeit, schwach strukturierte Informationsmengen nach sinnvollen inhaltlichen Zusammenhängen zu ordnen;

  • die Fähigkeit, Metawissen aufzubauen, das sowohl Strategien zum Lernen mit neuen Medien als auch Strategien des Zugriffs auf externe Ressourcen enthält“.

(Forum Bildung: „Neue Lehr- und Lernkultur, Vorläufige Empfehlungen und Expertenbericht“, Bonn 2001)

Medien als Werkzeuge im Unterricht

Mit Medien lernen und dabei den Umgang mit Medien üben und reflektieren – diese Integration ermöglicht Medienerziehung, ohne das enge Zeit- und Ressourcenbudget der Schule zu überfordern. Medien als Werkzeuge verstanden erweitern das methodische Repertoire, motivieren die Schülerinnen und Schüler und können zudem Lernprozesse intensivieren.

Der schulische Medieneinsatz umfasst im Zuge einer integrativen und aktiven Medienpädagogik folgende Bereiche:

  • Präsentation (Informationen darbieten)

  • Veranschaulichung (Informationen verständlich machen)

  • Training (Lernsoftware)

  • Dokumentation (Erfahrungen sichern, Ereignisse festhalten)

  • Exploration/Recherche (eigenständiges Erkunden mit Kamera, Video, Tonband, Internet)

  • Information (selektieren, verarbeiten, gestalten, präsentieren)

  • Kommunikation (Erfahrungen mitteilen, Lernergebnisse austauschen)

Mit Medien können Schülerinnen und Schüler

  • dokumentieren,

  • recherchieren,

  • Informationen verarbeiten und

  • kommunizieren, also zum Beispiel auch ihre Arbeit verständlich und ansprechend an andere weitergeben.


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