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Versicherungen als Arbeitgeber


Chancen und Möglichkeiten in der Versicherungsbranche


| Bild: Arbeitgeber | Jens hat vor zehn Jahren eine Ausbildung bei einer Versicherung angefangen. Freunde haben damals den Kopf geschüttelt: Versicherung, wie kann man nur? Aber von wegen grauer Büroalltag und Klinken putzen! Nach drei Jahren Lehrzeit, in der er alle Abteilungen durchlaufen musste, ging es erst richtig los. Jens konnte sich entscheiden: Geht er in den Außendienst und baut ein eigenes Büro auf? Bleibt er in der Rechnungsabteilung, in der er zuletzt gearbeitet hat? Oder fängt er an zu studieren?

Er entschied sich für ein Studium der Wirtschaftsinformatik an der Deutschen Versicherungsakademie, legte dort nach drei Jahren sein Examen ab. Heute leitet er die Software-Abteilung, die in seinem Versicherungsunternehmen für Unfall- und Hausratpolicen zuständig ist. Seine Arbeit erfordert Kreativität, ein gewisses Maß an mathematischer Begabung und viel Geschick im Umgang mit Menschen. Immerhin arbeiten ihm 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu.

Bei Versicherungen wird mehr gezahlt als im Einzelhandel und bei Banken – die Verdienstmöglichkeiten sind also überdurchschnittlich. Auch die Ausbildungsvergütung in der Versicherungsbranche ist schon seit Jahren eine der höchsten im Vergleich zu anderen anerkannten Ausbildungsberufen. Bereits im ersten Lehrjahr verdient ein Azubi zur Kauffrau oder zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen 766 Euro, im zweiten 831 Euro und im dritten 895 Euro (Stand: 2009).

Unterschiedlichste Qualifikationen sind gefragt

Neben Kaufleuten, Juristen, Mathematikern arbeiten auch Physiker, Biologen oder Geisteswissenschaftler in Versicherungsunternehmen. Etwa drei Viertel aller Beschäftigten bei Versicherungsunternehmen haben eine abgeschlossene Berufsausbildung. Etwa 20 Prozent der Angestellten im Versicherungswesen verfügen über einen Abschluss einer höheren Fachschule/Fachhochschule oder gar einer Universität. Das hängt auch mit der steigenden Zahl der Abiturienten zusammen, hat aber vor allem damit zu tun, dass die Anforderungen höher werden. Juristen sind bei den Akademikern in der Branche am häufigsten vertreten, gefolgt von Kaufleuten, Volkswirten und Mathematikern. Außerdem arbeiten viele Informatiker, Psychologen, Physiker, Mediziner sowie Akademiker aus anderen Fachrichtungen in der Versicherungswirtschaft.

Ohne Computer ginge auch bei Versicherungen nichts mehr. So gut wie alle Innen- und Außendienstmitarbeiter arbeiten damit.

Welche Ausbildungsmöglichkeiten die Versicherungsbranche bietet, zeigt die nächste Seite.

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