Wandel der Arbeitswelt
In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Arbeitswelt massiv verändert – der Arbeitsmarkt, aber auch die Arbeit selbst. Aus einer von Handwerk und Industrie geprägten Welt hat sich eine Welt entwickelt, deren Akteure sich fortlaufenden technologischen Neuerungen anpassen müssen.
Früher war ein Arbeiter oder Angestellter in der Regel von der Ausbildung bis zur Rente in ein und demselben Betrieb beschäftigt – meist nicht weit von der Wohnung entfernt. In den letzten Jahrzehnten haben die Globalisierung und neue Kommunikationsmittel die Arbeitswelt komplexer und flexibler gemacht. Menschen arbeiten heute hier, morgen dort, mal im Team, mal allein, meist unter Zeitdruck und immer bereit für Neues.
Dass sie lernen müssen, mit dem ständigen Wandel und Wechsel umgehen zu können, ist die logische Folge daraus. Und genau dazu braucht man Qualifikationen, die über das Fachwissen hinausgehen. Diese Erkenntnis hat in den 1970er-Jahren der Arbeits- und Bildungsforscher Dieter Mertens formuliert. Er entwarf im Jahr 1974 die erste Definition des Begriffs Schlüsselqualifikation, zu der er das selbstständige Erfassen von neuem Fachwissen genauso zählte wie Ausdauer, Lernbereitschaft oder die Fähigkeit, die Zeit gut einteilen zu können.
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Schlüsselqualifikationen
„Schlüsselqualifikationen sind besondere Kompetenzen, die helfen, sich in neuen Situationen zurechtzufinden, sich neues Wissen anzueignen, aber auch in herausfordernden Situationen gut zurechtzukommen," sagt Professor Dr. Jutta Heller, Dekanin der Fakultät Schlüsselqualifikation an der Fachhochschule für angewandtes Management in Erding.
(www.br-online.de > BR-alpha > alpha-campus: Dossier „Gute Lehre, erfolgreiches Studium – Die Schlüsselqualifikationen“ vom 24. September 2010)
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