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Auslandsaufenthalte

Au-pair, Praktika, Freiwilligendienste

Junge Frau Du weißt noch nicht, was genau du nach dem Schulabschluss machen möchtest? Du willst vor der Ausbildung noch in verschiedene Bereiche hineinschnuppern? Oder in den Semesterferien Praxiserfahrungen sammeln? Vielleicht ist eine Tätigkeit als Au-pair oder ein Auslandspraktikum dann für dich das Richtige.

Au-pair – ein Teil der Gastfamilie werden

Der Begriff „Au-pair“ kommt aus dem Französischen und bedeutet „auf Gegenseitigkeit“, das heißt beide Seiten sollten aus dem Au-pair-Verhältnis einen Nutzen ziehen. Als Au-pair betreut man die Kinder seiner Gastfamilie und hilft bei der täglichen Hausarbeit mit, dafür stellt die Familie ein Zimmer zur Verfügung, sorgt für die Verpflegung und zahlt ein Taschengeld. Der Vorteil: Man lernt eine andere Sprache, erweitert den Horizont und sammelt Erfahrungen im Umgang mit Kindern.

Wer eine Au-pair-Stelle sucht, sollte zwischen 18 und 30 Jahren alt sein, mindestens sechs Monate Zeit haben und Erfahrung in der Kinderbetreuung nachweisen können. Grundkenntnisse der Landessprache sind mit Sicherheit wichtiger als ein Führerschein, aber auch der ist oft willkommen. Bei den Vermittlungsagenturen sollte man sich ausführlich über Art und Umfang der geforderten Tätigkeit sowie über die Risiken und Klippen des Au-pair-Alltags, über Arbeitsverträge, gesetzliche Formalitäten und über Sprachschulen informieren.

Diese Informationen und noch mehr (zum Beispiel eine Liste mit Adressen, Telefonnummern und Links zu Organisationen, die Au-Pair-Aufenthalte vermitteln) sind auf der Webseite www.rausvonzuhaus.de des Internationalen Jugendaustausch- und Besucherdienstes e. V. (IJAB) zu finden. Weitere Informationen bietet auch die Bundesagentur für Arbeit unter www.arbeitsagentur.de.

Praktika – learning by doing

Praktika werden immer wichtiger – Arbeitsalltag schnuppern, Berufe kennen lernen, Kontakte knüpfen. Wer ein Praktikum im Ausland machen möchte, sollte aber wissen, dass nicht alle Länder den Begriff Praktikum kennen – und dort, wo es Praktikumsmöglichkeiten gibt, ist auch nicht immer das gleiche gemeint wie in Deutschland.

Reich wird man von einem Praktikum nicht, die Praktikumstellen sind häufig un- oder unterbezahlt. In einigen Ländern ist es gesetzlich vorgeschrieben, einen Mindestlohn für Praktikanten zu zahlen, daher sind Praktika dort während der Schulzeit fast unmöglich. In anderen Ländern versteht man unter dem Begriff Praktikum eher einen Sommerjob. Jobs und Praktika im Ausland sind also eher als Investition für die berufliche Zukunft zu betrachten – im Lebenslauf macht sich ein Auslandspraktikum immer gut.

Weitere Informationen sind erhältlich zum Beispiel bei Europa kommt – gehen wir hin, Eurostage oder beim IJAB unter www.rausvonzuhaus.de – auch mit Adressen und Linktipps.

Freiwilliges Engagement zahlt sich aus

Wer ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) macht, arbeitet in einer sozialen oder ökologisch tätigen Einrichtung und lernt dadurch soziale und ökologische Tätigkeitsfelder kennen. Teilnehmen können Jugendliche, die die Vollschulzeitpflicht erfüllt haben, bis zum Alter von 27 Jahren. Man bekommt ein Taschengeld und – je nach Einsatzstelle – Unterkunft und Verpflegung. Auch der Sozialversicherungsschutz ist in dieser Zeit gewährleistet.

Während des Einsatzes finden Seminare und eine pädagogische Betreuung statt. Das Freiwillige Jahr kann man auch im europäischen Ausland absolvieren. Bedingung ist, dass der Träger seinen Hauptsitz im Inland hat. Einen guten Einblick in die Bestimmungen und die Adressen der Träger gibt die Broschüre „Für mich und für andere“, die beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) bestellt oder heruntergeladen werden kann: www.bmfsfj.de, Rubrik „Unsere Politikbereiche“/„Freiwilliges-Engagement“.

Das Aktionsprogramm Europäischer Freiwilligendienst (European Voluntary Service – EVS) ermöglicht es jungen Menschen zwischen 18 und 25 Jahren, in einem gemeinnützigen Projekt im europäischen Ausland für sechs bis zwölf Monate mitzuarbeiten. Während des Dienstes erhält man Taschengeld, freie Unterkunft und Verpflegung sowie einen Sprachkurs. Die Reisekosten werden erstattet.

Bei der Deutschen Agentur JUGEND sind Adressen von deutschen Trägern erhältlich, die Freiwilligendienste im Ausland anbieten: www.webforum-jugend.de.

Wer sich unabhängig von den obengenannten Programmen freiwillig engagieren möchte und dabei auch außereuropäische Länder im Blick hat, kann sich an verschiedene Freiwilligenorganisationen wenden. Sie vermitteln Einsätze von drei Wochen bis zu einem Jahr oder länger für Menschen ab 16 Jahren. Diverse Formen des Engagements stehen zur Auswahl: Workcamps, christliche Austauschprogramme, Friedensdienste, ökologische Freiwilligendienste, medizinische Dienste und andere.

Auskünfte über die Einsatzmöglichkeiten erteilt der Arbeitskreis Lernen und Helfen in Übersee e. V. (AKLHÜ), der ein Faltblatt mit weiterführenden Adressen herausgibt: www.entwicklungsdienst.de .

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