Das Ende der Schulzeit rückt näher – und nun? Da gibt es zahlreiche Alternativen: Die einen beginnen eine Ausbildung, die anderen zieht's nach Abitur oder Fachabitur an die Uni.
Wer sich noch nicht so ganz sicher ist, welcher Weg der richtige ist, favorisiert vielleicht erst einmal ein Praktikum im In- oder Ausland – oder bewirbt sich um ein Freiwilliges Ökologisches oder Soziales Jahr.
Geht probieren über studieren? Nicht unbedingt – Studium oder Ausbildung, beide Wege haben viele Vorteile. Aber auch einige Minuspunkte. Letztlich zählen die persönlichen Neigungen und Ziele: Willst du sofort dein eigenes Geld verdienen, strebst du nach praktischer Berufserfahrung oder hast du Spaß am Lernen und willst dir weiter Wissen aneignen?
Übrigens: Sich nach einer Ausbildung doch noch für ein Studium zu entscheiden, ist überhaupt kein Problem. Du verbindest auf diesem Weg praktische Erfahrungen mit den Vorteilen eines Studienabschlusses.
Zweiter Bildungsweg
Auch wenn es beim ersten Mal mit dem Abschluss nicht geklappt hat, solltest du die Flinte nicht gleich ins Korn werfen. Überlege dir genau, ob du jetzt wirklich abbrechen oder das letzte Schuljahr nicht doch noch ein zweites Mal in Angriff nehmen willst.
Endgültig ist die Entscheidung gegen den neuen Versuch nie, denn es gibt zahlreiche Möglichkeiten, den Schulabschluss auch einige Jahre später nachzuholen.
Erst einen Beruf erlernen, dann das Abitur nachholen: Diese Reihenfolge ist keineswegs ungewöhnlich. Nach zehn Schuljahren und dem Abschluss der mittleren Reife haben viele den Wunsch, etwas „Handfestes“ zu tun, einen Beruf zu erlernen. Nach der Lehre oder einigen Jahren der Berufstätigkeit bekommt der eine oder die andere dann womöglich doch Lust aufs Studium.
Das Abitur muss her, und dabei stehen zwei grundsätzlich verschiedene zweite Bildungswege offen:
- der Besuch der Abendschule, parallel zur Berufstätigkeit (eine oft strapaziöse Angelegenheit), wobei die Anzahl der Semester entsprechend den individuellen Vorbedingungen variiert, oder
- der Wechsel hin zu einer Ganztagsschule, dem so genannten Kolleg.
Zwischen der nicht bestandenen Abi-Prüfung und dem Besuch des zweiten Bildungsweges muss allerdings mindestens ein Jahr liegen.
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