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Berufsorientierung

Branchen und Berufe mit Zukunft

Junge Frau mit Boxhandschuhen, Mann im Hintergrund Früher war's einfacher: Raus aus der Schule und einen „Beruf fürs Leben“ lernen. Heute ist das anders. Unsere Arbeitswelt wandelt sich ständig: Neue Wirtschaftszweige, immer kompliziertere Techniken und innovative Produkte werden entwickelt. Arbeitsort, Arbeitsplatz und Arbeitszeit können in einem Unternehmen flexibel und unabhängig voneinander gestaltet werden. Außerdem ermöglichen virtuelle Netzwerke ganz neue Formen der Zusammenarbeit und Arbeitsteilung.

Die neuen Technologien haben in allen Bereichen Berufe mit geringer Qualifikation verändert oder gar verschwinden lassen. Dafür wurden einige neue Berufe geschaffen. Sie stellen vor allem höhere Anforderungen an die Qualifikation der Beschäftigten. Die vorhandenen Berufsbilder müssen immer wieder an die veränderten Anforderungen angepasst oder neu geordnet werden.

Neue Berufe

Jedes Jahr entstehen auch vollkommen neue Ausbildungsberufe. Das liegt vor allem daran, dass es in den Zukunftsbranchen Informatik, Medien und Service viele neue Jobs gibt, in denen man bislang noch keine Lehre machen konnte. Die meisten dieser Jobs sind „Mischberufe“, die technische, gestalterische und vor allem kommunikative Fähigkeiten erfordern. Die Kundenorientierung steht fast überall, nicht nur im Servicebereich, im Vordergrund – auch der Umgang mit Menschen will schließlich gelernt sein. Für dich heißt das: lebenslanges Lernen und ständige Weiterqualifikation. Klingt spannend!

Detallierte Informationen zu den Berufen, die in den letzten Jahren entstanden sind oder modernisiert wurden, findest du unter www.bibb.de in der Rubrik „Berufe“ sowie unter www.dihk.de, Rubrik „Aus- und Weiterbildung“/„Ausbildungsberatung“.

Informationsgesellschaft

In der IT-Branche eröffnen sich nicht nur für Computerfreaks neue Tätigkeitsfelder. Auch Bit- und Byte-Muffel können in vielen anderen Berufssparten von einer IT-Zusatzqualifikation profitieren oder sich in Kursen an die elektronische Welt herantasten: Im Bereich Beratung und Vermarktung arbeiten zum Beispiel Vertriebsingenieure, Projektmanager, Key-Account-Manager und Systemberater. Sie erstellen Bedarfsanalysen oder finden heraus, was ein potenzieller Kunde an Kommunikationstechnologien benötigt.

„Herren der Netze“ sind Servicetechniker, Netzprojekteure, Netzwerker und Java-Programmierer. Sie machen über die Programmiersprache vom Fernseher bis zur Scheckkarte alles netztauglich. Sie suchen, finden und beheben Fehlerquellen oder planen und entwerfen ganze Netzwerksysteme. Infos zu IT-Berufen findest du zum Beispiel unter www.infowirte.de.

Auch kreative Köpfe braucht die Informationsgesellschaft der Zukunft: Projektmanager/-innen entwickeln Strategien, informieren ihre Mitarbeiter und beaufsichtigen ein Projekt. Online-Redakteure/-Redakteurinnen bereiten mit Wort, Bild und Ton Informationen journalistisch auf. Die Paradiesvögel in der Kommunikationsbranche sind die Eventmanager/-innen: Sie planen und organisieren Veranstaltungen. In diesem Job werden Fantasie, gute Stimmung und Nerven aus Drahtseil vorausgesetzt. Der Weg zum Eventmanager führt entweder direkt über eine Eventagentur oder über eine Ausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik oder Fachwirt/-in für Messen, Tagungen und Kongresse.

Chancen zum Karrieresprung – auch ohne Studium

Nicht für jeden Job mit guten Karriereaussichten ist unbedingt ein Hochschulabschluss nötig. Die Ausbildung in den Nachwuchsschmieden großer Unternehmen bietet gute Zukunftsperspektiven – auch ohne Studium. Mit maßgeschneiderten Förderprogrammen wagen zum Beispiel Siemens, DaimlerChrysler, BMW, BASF und die Bayer AG den Spagat zwischen praktischer und wissenschaftlicher Ausbildung und schaffen interessante Karrieresprungbretter.

Auch in der Versicherungsbranche wurde die Ausbildung neu geordnet: Seit 1. August 2006 bilden Versicherungen zur/zum Kauffrau/Kaufmann für Versicherungen und Finanzen aus. Weitere Infos dazu findest du unter www.azubi-welt.de. Die Deutsche Versicherungsakademie in München (DVA) bietet darüber hinaus ein breites Spektrum von Aus- und Fortbildungsmaßnahmen an. Einen Überblick über das aktuelle Programm findest du unter www.lernpark-versicherungswirtschaft.de.

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