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Unterschiedliche Qualifikationen sind gefragt
Neben Kaufleuten, Juristen und Mathematikern arbeiten auch Physiker, Biologen oder Geisteswissenschaftler in Versicherungsunternehmen. Die Verdienstmöglichkeiten sind in der Regel gut. Die Ausbildungsvergütung in der Versicherungsbranche ist schon seit Jahren eine der höchsten im Vergleich zu anderen anerkannten Ausbildungsberufen. Bereits im ersten Lehrjahr verdient ein Auszubildender zur Kauffrau oder zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen 828 Euro im Monat. Im zweiten Lehrjahr sind es dann 903 Euro und im dritten 977 Euro (www.bwv.de, Stand: 1. Oktober 2012)
Geprüfte/-r Versicherungsfachfrau/-fachmann (IHK)
Voraussetzung: die Qualifikation steht jedem offen
Bildungsgang: meist Lehrgang in Seminar- oder Kursform der Regionalstellen des Berufsbildungswerks der Deutschen Versicherungswirtschaft (BWV) e. V.
Bildungsziel: Mindestqualifikation der Sachkundeprüfung gemäß EU-Versicherungsvermittlerrichtlinie
Dauer: unterschiedlich
Abschlussprüfung: Industrie- und Handelskammer (IHK)
Kauffrau/Kaufmann für Versicherungen und Finanzen
Voraussetzung: keine, Unternehmen stellen jedoch überwiegend Auszubildende mit Mittlerer Reife und Hochschulreife ein
Bildungsgang: duale Ausbildung in Berufsschule und Versicherungsbetrieb
Bildungsziel: Vermittlung umfassender theoretischer und praktischer Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen für die Fachrichtungen Versicherung und Finanzberatung
Dauer: in der Regel drei Jahre
Abschlussprüfung: Industrie- und Handelskammer
Geprüfte/-r Fachwirt-in/Fachwirt für Versicherungen und Finanzen
Voraussetzung: Ausbildung zur/zum Kauffrau/-mann für Versicherungen und Finanzen; oder Ausbildung in einem anderen kaufmännischen oder verwaltenden Ausbildungsberuf und ein Jahr Berufspraxis oder dreijährige Berufspraxis in der Assekuranz
Bildungsgang: berufsbegleitende Präsenzfortbildung bei den regionalen Berufsbildungswerken der Versicherungswirtschaft (BWV Regional) oder online-gestützter Fernlehrgang der Deutschen Versicherungsakademie
Bildungsziel: Die bestandene Prüfung bescheinigt den Absolventen, dass sie durch die Erweiterung von Fachwissen, analytischen Fähigkeiten und Führungskompetenz für die Übernahme von Fach- und Führungsaufgaben in ihren Unternehmen qualifiziert sind.
Dauer: in der Regel zwei Jahre
Abschlussprüfung: Industrie- und Handelskammer
Bachelor of Insurance Management (B. A.) und Versicherungsbetriebswirt/-betriebswirtin (DVA)
Voraussetzung: Kaufleute für Versicherungen und Finanzen mit Hochschulzugangsberechtigung, Fachwirte für Versicherungen und Finanzen
Bildungsgang: berufsbegleitendes Studium, bei regionalen Berufsbildungswerken der Versicherungswirtschaft und der Fachhochschule Köln
Bildungsziel: Erweiterung und Vertiefung wirtschaftswissenschaftlicher und versicherungsspezifischer Kenntnisse und Förderung der beruflichen Handlungskompetenz als Voraussetzung für leitende Fach- und Führungspositionen
Dauer: sechs bis acht Semester
Abschlussprüfung: Fachhochschule Köln, DVA bei Versicherungsbetriebswirt
Duale Studiengänge
Es gibt Alternativen, die eine Ausbildung mit einem Studium verbinden:
Ausbildungsintegrierte Studiengänge (AIS) kombinieren ein Hochschulstudium sowie eine betriebliche Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf. Zusätzlich zum Studienabschluss wird ggf. auch ein IHK Abschluss erworben. Durch diesen Verbund zwischen Hochschule und Wirtschaft wird eine enge Verzahnung zwischen Theorie und praxisorientierten Elementen in der Ausbildung sichergestellt.
Nähere Informationen zu ausbildungsintegrierten Studiengängen in der Versicherungswirtschaft sowie zu weiteren Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in der Versicherungswirtschaft bietet das Berufsbildungswerk der Deutschen Versicherungswirtschaft unter www.bwv.de.




