Unterschiedliche Qualifikationen sind gefragt
Neben Kaufleuten, Juristen, Mathematikern arbeiten auch Physiker, Biologen oder Geisteswissenschaftler in Versicherungsunternehmen. Die Verdienstmöglichkeiten sind in der Regel gut. Die Ausbildungsvergütung in der Versicherungsbranche ist schon seit Jahren eine der höchsten im Vergleich zu anderen anerkannten Ausbildungsberufen. Bereits im ersten Lehrjahr verdient ein Azubildender zur Kauffrau oder zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen 803 Euro im Monat. Im zweiten Lehrjahr sind es dann 878 Euro und im dritten 952 Euro (www.bibb.de, Stand: 2012).
Geprüfte/r Versicherungsfachfrau/-fachmann (IHK)
Voraussetzung: die Qualifikation steht jedem offen
Bildungsgang: meist Lehrgang in Seminar- oder Kursform der Regionalstellen des Berufsbildungswerks der Deutschen Versicherungswirtschaft (BWV) e. V.
Bildungsziel: Mindestqualifikation der Sachkundeprüfung gemäß EU-Versicherungsvermittlerrichtlinie
Dauer: unterschiedlich Abschlussprüfung: Industrie- und Handelskammer (IHK)
Kauffrau/Kaufmann für Versicherungen und Finanzen
Voraussetzung: keine, Unternehmen stellen jedoch überwiegend Auszubildende mit Hochschulreife ein
Bildungsgang: duale Ausbildung in Berufsschule und Versicherungsbetrieb
Bildungsziel: Vermittlung umfassender theoretischer und praktischer Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen für den Fachrichtungen Finanzberatung oder Versicherung
Dauer: in der Regel drei Jahre
Abschlussprüfung: Industrie- und Handelskammer
Geprüfte/r Fachwirt/-in für Versicherungen und Finanzen (IHK)
Voraussetzung: erfolgreich abgeschlossene Ausbildung zur/zum Kauffrau/-mann für Versicherungen und Finanzen oder in einem anderen kaufmännischen oder verwaltenden Ausbildungsberuf und ein Jahr Berufspraxis oder geprüfter Versicherungsfachmann/-frau IHK und dreijährige Berufspraxis in der Assekuranz
Bildungsgang: Fortbildung und andere Studienformen bei Verbindungsstellen des Berufsbildungswerk der Deutschen Versicherungswirtschaft (BWV) e. V.
Bildungsziel: Die bestandene Prüfung bescheinigt den Absolventen, dass sie durch die Erweiterung von Fachwissen, analytischen Fähigkeiten und
Führungskompetenz für die Übernahme von Führungsaufgaben in ihren
Unternehmen qualifiziert sind.
Dauer: zwei Jahre
Abschlussprüfung: Industrie- und Handelskammer
Bachelor of Insurance Management (B. A.) und Versicherungsbetriebswirt/-betriebswirtin (DVA)
Voraussetzung: Kaufleute für Versicherungen und Finanzen mit Hoschulzugangsberechtigung, Fachwirte für Versicherungen und Finanzen
Bildungsgang: berufsbegleitende, wissenschaftliche Ausbildung an sieben BWV Regionalstandorten und an der Deutschen Versicherungsakademie (DVA)
Bildungsziel: Erweiterung und Vertiefung wirtschaftswissenschaftlicher und versicherungsspezifischer Kenntnisse und Förderung der beruflichen
Handlungskompetenz als Voraussetzung für leitende Fach- und
Führungspositionen
Dauer: sechs bis acht Semester
Abschlussprüfung: Fachhochschule Köln, DVA im BWV
Duale Studiengänge
Es gibt Alternativen, die eine Ausbildung mit einem Studium verbinden:
ausbildungsintegrierte Studiengänge (AIS) kombinieren ein Hochschulstudium sowie eine betriebliche Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf. Neben dem Studienabschluss wird also in der Regel noch ein zweiter anerkannter Abschluss erworben. Durch diesen Verbund zwischen Hochschule und Wirtschaft wird eine enge Verzahnung zwischen Theorie und praxisorientierten Elementen in der Ausbildung sichergestellt.
Nähere Informationen zu ausbildungsintegrierten Studiengängen in der Versicherungswirtschaft und über weitere Aus- und Weitermöglichkeiten in der Versicherungswirtschaft bietet das Berufsbildungswerk der Deutschen Versicherungswirtschaft unter www.bwv.de.

