„basic“ im Unterricht
Behandlung im Unterricht
„Safety 1st“ ist ein Medienpaket für den Unterricht und zum Selbststudium, das die Stärken gedruckter und elektronischer Medien miteinander verbindet. Die Materialien „basic“ für die Sekundarstufe I sind dabei als Einstieg in das Thema „Staatlicher Schutz und private Vorsorge“ konzipiert.Didaktische und methodische Vorschläge
Jugendlichen zwischen 13 und 16 Jahren liegt bei der Zukunftsplanung meist nichts ferner als der Gedanke an Sicherheit und Vorsorge. Was will ich werden? Werde ich einen Ausbildungsplatz finden? Das sind eher Themen, die Schülerinnen und Schüler der 8. bis 10. Klassen der verschiedenen Schularten bewegen. Die einen stehen dabei schon an der Schwelle zum Berufsleben, die anderen müssen überlegen, ob sich ihre vagen Pläne einmal umsetzen lassen. Und alle werden früher als erwartet Eigenverantwortung übernehmen müssen, wo der Staat soziale Schutzfunktionen in Zukunft nicht mehr im gewohnten Umfang wahrnehmen kann.
Junge Berufsstarter müssen sich heute nicht nur über Stellensuche und Bewerbung Gedanken machen. Sie müssen auch berücksichtigen, mit welchen Maßnahmen sie Risiken wie Berufsunfähigkeit und Unfall absichern sowie Vorsorge für Alter und Tod treffen können. Junge Leute müssen erkennen, an welchen Stellen sie nicht allein auf die Leistungen der gesetzlichen Sozialversicherung bauen können.
Die dafür notwendigen Kenntnisse unseres sozialen Systems, der sinnvollen Ergänzung von staatlicher und privater Vorsorge sowie der verschiedenen Versicherungsarten zu erwerben ist eine wichtige Voraussetzung, sich kompetent entscheiden zu können. Gerade in der sich wandelnden „Risikogesellschaft“ ist zunehmend die Schule gefordert, diese Kenntnisse möglichst praxisorientiert zu vermitteln.
Stichwort „ökonomische Bildung“
„Angesichts der wachsenden Bedeutung und zunehmenden Komplexität wirtschaftlicher Strukturen und Prozesse ist eine fundierte ökonomische Bildung Grundvoraussetzung zur Bewältigung privater, beruflicher und gesellschaftlicher Lebenssituationen und zum Verständnis der Interdependenzen zwischen Gesellschaft, Wirtschaft und Politik.
Ökonomische Bildung als Allgemeinbildung verstanden ermöglicht Kindern und Jugendlichen, die wirtschaftlichen Bedingungen ihres Lebens zu reflektieren. Damit leistet ökonomische Bildung einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des mündigen Bürgers, der in der Lage ist, die wirtschaftlichen Zusammenhänge seines Lebens zu verstehen, sachgerechte Entscheidungen zu fällen und verantwortungsvoll als Wirtschaftsbürger in der Demokratie zu handeln.“
(Quelle: Leitgedanken zum Kompetenzerwerb für Wirtschaft. In: Bildungsplan 2004, Allgemeinbildendes Gymnasium, Baden-Württemberg)
Stichwort „finanzielle Allgemeinbildung“
Neben ökonomischer Bildung allgemein wird in der modernen Dienstleistungsgesellschaft von jedem Einzelnen vor allem ein Mindestmaß an finanzieller Allgemeinbildung gefordert. Nur so können finanzielle Fehlentscheidungen verhindert werden. Denn diese haben nicht nur für die unmittelbar betroffenen Privathaushalte, sondern auch für die Volkswirtschaft und die Gesellschaft insgesamt Folgen. So kommt eine Studie der Bertelsmann Stiftung (März/April 2004) zu dem Schluss, dass der „finanzielle Analphabetismus“ in Deutschland die individuelle Vorsorge stark gefährdet. Die Bertelsmann Stiftung fordert daher gerade angesichts der jüngsten Sozialreformen Aufklärung: Jeder Bürger müsse in die Lage versetzt werden, die vermehrte Eigenverantwortung als mündiger Verbraucher sinnvoll zu nutzen.
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