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Kompetenzstärkung mit dem Medienpaket „Safety 1st“

„Safety 1st“ unterstützt Schülerinnen und Schülern dabei, ihre private Altersvorsorge und ihren Versicherungsschutz gezielt und eigenständig zu planen. Die Themen knüpfen dabei an aktuelle Probleme des Sozialstaats an und sensibilisieren für einen Blick in die Zukunft.

Fachkompetenz

Durch die Beschäftigung mit „Safety 1st“ erweitern die Schülerinnen und Schüler sowohl fachliche Kompetenzen als auch ihre Kompetenzen zur Mediennutzung. Fachlich-inhaltlich vergleichen sie verschiedene Modelle und Positionen zur sozialen Sicherung und wägen sie gegeneinander ab. Dabei sind sowohl die Chancen und Risiken ihrer persönlichen Lebenssituation als auch gesellschaftliche und politische Entwicklungen von besonderer Bedeutung. Auch aus Gründen des Alltagsbezugs spielen dialogische Formen des Unterrichts wie (Podiums-)Diskussionen, Streit- und Positionslinien sowie demokratische Gruppenprozesse eine wichtige Rolle.
Das tagesaktuelle Geschehen bietet viele Ansatzpunkte für den Unterricht. Es gilt, die Medienberichterstattung zu Fragen der sozialen Sicherung, aber auch zum demografischen Wandel eigenständig zu recherchieren und kritisch zu den genannten Tendenzen und Positionen Stellung zu beziehen. Ausgehend von den Schwerpunkten der Unterrichtsmaterialien lassen sich die durch eine exemplarische „Safety 1st“-Unterrichtsreihe geförderten fachlichen Kompetenzen folgendermaßen konkretisieren:

Die Schülerinnen und Schüler
  • kennen die fünf Zweige der Sozialversicherung: gesetzliche Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung, Arbeitslosen- und Unfallversicherung und sind in der Lage, ihre Grundzüge zu beschreiben,
  • können die drei Säulen der Altersvorsorge (gesetzliche Rentenversicherung, betriebliche Altersversorgung und private Altersvorsorge) beschreiben und unterscheiden,
  • erkennen die wachsende Bedeutung der privaten Altersvorsorge für die Sicherung des Lebensstandards im Alter,
  • sind in der Lage, sich mit Reformkonzepten für die Rentenversicherung und der staatlichen Förderung für die private Vorsorge auseinanderzusetzen,
  • kennen auf ihre Lebenssituation zugeschnittene Versicherungsarten,
  • können fachkundig und eigenverantwortlich Entscheidungen zur eigenen sozialen Absicherung treffen,
  • beschäftigen sich intensiv mit der Frage, was ihnen in ihrem zukünftigen Berufsleben wichtig ist,
  • sind in der Lage, sich mit den finanziellen Herausforderungen des Arbeits- oder Studentenlebens auseinanderzusetzen.

Medienkompetenz

Die heutige Generation junger Menschen wird gern als „Digital Natives“ bezeichnet. Dieser von Marc Prensky geprägte Begriff unterstreicht, dass sämtliche Medienangebote – nicht Anwendungen rund um das Internet – heute von Beginn an zum Alltag der Heranwachsenden gehören. Medienkompetenz ist in diesen Tagen die Basis für die produktive und zielgerichtete Nutzung sämtlicher Medienangebote: von den Printmedien über Rundfunk und Fernsehen, für CD- und DVD-Geräte, MP3-Player, für Telefon und Handy sowie, Computer- und Internetnutzung bis hin zu mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablet-PCs.
Doch Medien besitzen für Schülerinnen und Schüler nicht nur privat einen großen Stellenwert, sie bieten auch Schule und Bildung zahlreiche neue Möglichkeiten, weil sie praktische Lernwege eröffnen. Über den Computer oder ihr Smartphone haben die Lernenden jederzeit und ortsunabhängig Zugriff auf eine Vielfalt an Wissens- und Bildungsangeboten. Eine wichtige Aufgabe von Schule ist es daher, Kindern und Jugendlichen Orientierung in der unübersichtlichen Medienwelt zu geben sowie ihnen den zielgerichteten, selbstständigen Umgang mit unterschiedlichen Quellen und der Flut an Inhalten näher zu bringen. Der technische Fortschritt sollte als Katalysator für die Stärkung des eigenverantwortlichen Lernens bei jungen Menschen genutzt werden: Computer, Internet und neue, interaktive Möglichkeiten müssen daher noch stärker in den Unterricht integriert werden.
Ebenso wichtig wie das Aufzeigen der praktischen Vorzüge der digitalen Medien ist es, mögliche Risiken der Online-Welt – beispielsweise der leichtsinnige Umgang mit persönlichen Daten im Netz – aufzuzeigen. Unterm Strich aber sollte Schule die Motivation und die Begeisterung, die Schülerinnen und Schüler im Umgang mit neuen Medien mitbringen, nutzen und weiterentwickeln – und damit die Grundlagen für ein selbstbestimmtes, lebensbegleitendes Lernen legen.
Zusammenfassend kann festgehalten werden: Medienkompetenz gilt heute als eine der Schlüsselkompetenzen und ist grundlegende Voraussetzung für das selbstständige Beschaffen von Informationen. Fächerübergreifend ist ein selbstbestimmter Umgang mit den Medien ebenso notwendig für den kumulativen Aufbau von Fachkompetenzen. Eine wichtige Aufgabe von Schule ist es daher, Kindern und Jugendlichen den Umgang mit den vielfältigen Medienangeboten des Alltags beizubringen.

Medienkompetenz umfasst im Einzelnen folgende Fähigkeiten:

Die Schülerinnen und Schüler
  • können selbstständig Medien auswählen und Strategien entwickeln, wie sie das vielfältige Medienangebot differenziert nutzen,
  • können relevante von irrelevanten Inhalten unterscheiden und zielgerichtet auswählen,
  • sind in der Lage, Quellen aus verschiedenen Medienkanälen zu analysieren und kritisch zu hinterfragen,
  • sind dazu fähig, eigene Medienbeiträge zu gestalten und diese gezielt zu verbreiten,
  • wissen um Chancen und Gefahren bei der Nutzung interaktiver Web-2.0-Angebote (z.B. Social Media) und können den Wert ihrer persönlichen Daten einschätzen,
  • können Rolle und Einfluss der Medien an konkreten Beispielen des öffentlichen Lebens aufzeigen und nachvollziehen,
  • sind dazu fähig, die Bedingungen bei der Medienproduktion und Medienverbreitung zu durchschauen und einzuordnen.
Aufgrund der rasanten Entwicklungen wurde das Feld der Medienkompetenz in den letzten Jahren erweitert, sodass in aktuellen didaktischen Publikationen vermehrt von „Medienbildung“ gesprochen wird – einer durch soziale und persönliche Kompetenzen erweiterten Medienkompetenz. Dieter Spanhel umreißt das Konzept so: „Medienbildung ist ein Prozess, in dem der Heranwachsende und der Erwachsene sein ganzes Leben hindurch eine kritische Distanz zu den Medien und ihren Weiterentwicklungen aufbaut und eine Verantwortungshaltung gegenüber den Medien und im Umgang mit ihnen einnimmt. In diesem Kontext wird dann Medienkompetenz zusammen mit anderen Kompetenzen (z.B. Sozial-, Fach- oder Selbstkompetenz) zu einer wesentlichen Voraussetzung für Persönlichkeitsbildung.“*
* Spanhel, Dieter;Definition von Medienkompetenz; in: Bounin, Ingrid: Medienbildung. www.mediaculture-online.de > Medienbildung > Medienkompetenz > Dieter Spanhel; Stand: 10. Januar 2013

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Zusätzliche Informationen

Medienpaket „Safety 1st“ hier kostenlos bestellen und herunterladen
Spiel „Way of Life“ Link zum Spiel „Way of Life“

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Wissenswertes

Lexikon: Generationenvertrag
Schüler: Themenspecials
Material: Lesetipps

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