Die Entscheidung ist gefallen – für eine Ausbildung.
Und die Checkliste ist endlos: Unternehmen auswählen – wie viele Adressen sind notwendig? Lebenslauf schreiben – mit dem Computer oder handschriftlich? Zeugnisse kopieren – müssen die beglaubigt werden? Vorstellungsgespräch – wie soll ich mich verhalten? Geschafft!
Checkliste: Wie gehe ich vor?
1. Eigene Recherche
Im Internet, zum Beispiel auf planet-beruf.de, in Büchereien und Buchhandlungen nach berufskundlichen Informationen suchen. Welche Ausbildungswege gibt es? Welche Berufe? Welche Firmen und Ausbildungsbetriebe gibt es in der Region?
2. Gründlich informieren
Was will ich, was kann ich? Welche Berufe passen zu meinen Wünschen und Neigungen? Hier hilft zum Beispiel ein Besuch im Berufs-Informations-Zentrum (BIZ) in der örtlichen Agentur für Arbeit.
3. Berufswünsche konkretisieren und Alternativen überlegen
Das Selbsterkundungsprogramm BERUFE-Universum im Internet ist eine Möglichkeit, seine Interessen und Stärken mit bestimmten Berufen zu verbinden. Weitere Anstöße gibt ein Einzelgespräch mit einem Berufsberater in der Agentur für Arbeit. Tipp: Telefonisch einen Termin vereinbaren und vorher alle Fragen notieren!
4. Anforderungen überprüfen
Habe ich den geeigneten Schulabschluss für meinen Wunschberuf? Kann ich das, was in diesem Beruf verlangt wird, auch bringen? Gibt es eine Fördermaßnahme, die mir weiterhilft?
5. Die Praxis anschauen
Ein Praktikum oder eine Betriebsbesichtigung (zum Beispiel mit der Schulklasse) zeigen, wie ein Beruf wirklich ist. Aber auch Gespräche mit Bekannten oder Verwandten, die in demselben oder einem ähnlichen Berufsfeld arbeiten, können weiterhelfen. Selbst ein Ferienjob in einem Unternehmen, das deinen Traumberuf anbietet, bringt dich weiter – du musst dich einfach nur trauen, möglichst viele Fragen zu stellen.
6. Fit machen fürs Bewerben
Bewerbungsseminare besuchen – im Berufs-Informations-Zentrum (BIZ) nachfragen!
7. Eine Ausbildungsstelle finden
Auch hier hilft dir dein Berufsberater: Er nennt dir Adressen von Betrieben, die freie Ausbildungsstellen gemeldet haben. Zeitungen und Internet sind für die eigene Recherche unverzichtbar. Und dann heißt es: Bewerbungsunterlagen zusammenstellen, Lebenslauf schreiben, Bewerbungsschreiben aufsetzen und alles abschicken. Auf Einstellungstests und Vorstellungsgespräche solltest du dich möglichst intensiv vorbereiten.
8. Ausbildungsvertrag perfekt machen
Der Ausbildungsvertrag muss nach dem Berufsbildungsgesetz mindestens dies enthalten:
- Art und Ziel der Berufsausbildung sowie Berufstätigkeit, für die ausgebildet werden soll
- Angaben zur sachlichen und zeitlichen Gliederung, also zum Ablauf der Ausbildung
- Beginn und Dauer der Ausbildung
- Ausbildungsmaßnahmen, die außerhalb der Ausbildungsstätte stattfinden
- Dauer der regelmäßigen täglichen Arbeitszeit
- Dauer der Probezeit
- Zahlung und Höhe der Vergütung
- Dauer des Urlaubs
- Kündigungsvoraussetzungen und -fristen
- Hinweis auf anzuwendende Tarifverträge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen
9. Leider erfolglos?
Falls deine Bemühungen zunächst erfolglos waren, solltest du noch einmal deine Wünsche und mögliche Alternativen prüfen (schulische Angebote, doch ein Studium, Freiwillige Jahre, Praktika). Die örtliche Agentur für Arbeit (früher: Arbeitsamt) weiß Bescheid über weitere Möglichkeiten, zum Beispiel über betriebliche Ausbildungsangebote, Ausbildungsverbünde oder Sonderprogramme.

