Das Auto streikt: Warnblinkanlage an, Standstreifen ansteuern, Warndreieck raus – und dann? Für solche Fälle gibt es Notrufsäulen. Sie stehen an Landstraßen, Fernstraßen und an Autobahnen. Die Benutzung ist für die Autofahrer kostenlos.
Die Notrufsäulen an den Autobahnen werden seit dem Jahr 1999 vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) betrieben. Eingehende Notrufe werden an die zuständige Rettungsstelle, einen Pannendienst oder die Autobahnmeisterei weitergeleitet. Die Notrufsäulen an anderen Straßen werden von der Björn-Steiger-Stiftung gewartet und instand gehalten, die Notrufe aber ebenfalls vom GDV bearbeitet.
Wer keine Rufsäule erreichen kann, kann die kostenlose NOTFON D-Nummer 08 00 6 68 36 63 wählen (die Zahlen entsprechen der Buchstabenfolge NOTFON D bei Telefonen mit alphabetischer Tastaturbelegung).
Versicherungen werden nicht nur aktiv, wenn der Schaden passiert ist, sondern beugen auch vor. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) unterhält neben den Notrufsäulen zum Beispiel auch das Verkehrstechnische Institut in Berlin. Untersuchungen von Zweirad- und Fußgängerunfällen sowie die Erforschung des Crashverhaltens bei Unfällen gehören zum Alltag.
Ingenieure, die beim GDV arbeiten, haben ein Sicherheitsmotorrad und die bestmögliche Schutzkleidung für Motorradfahrer entwickelt. Neue Reparaturmethoden und Kosten sparende Arbeitsverfahren werden ebenso erforscht wie eine verkehrssichere Straßengestaltung. Schülerlotsen, Sicherheitsgurte, Verkehrsinseln – Dinge, die heute im Straßenverkehr nicht mehr wegzudenken sind, sind nicht zuletzt auch auf Druck der Versicherungen eingeführt worden.
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