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Special Berufseinstieg – 2009
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Sozi, Öko? Logisch!

© Ingram Publishing Lea ist gerade 19 geworden und hat in letzter Minute noch einen Platz für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Bereich Kultur an einer Kunstschule im Nachbarort bekommen. Bevor sie sich an einer Kunstakademie bewirbt, wollte sie noch mal prüfen, ob es die richtige Entscheidung ist. „Ich male schon ewig, hatte auch Kunst Leistungskurs. Ob es meine tatsächliche Berufung ist? Das kann ich noch nicht wirklich sagen. Mir macht auch die Arbeit mit Kindern Spaß, und ich organisiere gern. Für den Kindergarten hier im Ort habe ich schon Kunstausstellungen für die Kleinen auf die Beine gestellt. Die kam bei den Zwergen, den Eltern und der Gemeinde richtig gut an.“ In einem halben Jahr fragen wir Lea noch einmal. So lange dauert ihr freiwilliges Jahr. Zwölf Monate werden es bei Phillip sein. Anstelle des Zivildienstes macht der 21-Jährige ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ). Für Phillip steht fest: „In ein paar Jahren werde ich den Hof meiner Eltern übernehmen – und einiges verändern!“ Da kommt ihm das Öko-Projekt auf einer alten Burg gerade recht. Hier lernt er alte Handwerkstechniken wie Besenbinden, Filzen, Bierbrauen, Brotbacken, aber auch, wie man Kinder- und Erwachsenengruppen betreut und leitet – für die werden die Seminare nämlich angeboten. Für seinen eigenen Hof könnte er sich ein ähnliches Konzept gut vorstellen. Fast 40.000 junge Menschen verpflichteten sich im Jahr 2009 für ein Freiwilliges Soziales oder Freiwilliges Ökologisches Jahr, Tendenz steigend. Die meisten von ihnen möchten sich gern für andere einsetzen. Viele nutzen den Freiwilligendienst, um herauszufinden welcher Beruf zu ihnen passt, aber auch, um ihre sozialen und persönlichen Kompetenzen zu erweitern.
FSJ- und FÖJ-Fakten
- Voraussetzung: Schulpflicht erfüllt, unter 26 Jahre
- Bereiche: Umwelt, Soziales, Kultur, Sport, Denkmalpflege
- Einsatzort: Deutschland, weltweit
- Dauer: in der Regel zwölf, mindestens aber sechs, höchstens 18 und in Ausnahmefällen 24 Monate
- Versicherung: gesetzlich sozialversichert in der Kranken-/Pflege-, Renten-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung über den Träger
- Vergütung: Taschengeld und andere Leistungen wie Unterkunft oder Verpflegung
- Fortbildung: Seminare, die jeweils auf die Thematik abgestimmt sind
- Zeugnis: schriftlich möglich, auf jeden Fall Bescheinigung
- Sonstiges: anstelle des Zivildienstes, 12 Monate FSJ oder FÖJ
- Organisiert: gesetzlich verankert, gefördert von Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)
(Quelle: BMFSFJ)
Schon mal was von den Programmen „weltwärts“ oder „kulturweit“gehört? Wer möglichst weit weg will, findet vielleicht das Passende auf der nächsten Seite.






